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Partnerschaft Rumänien

Bun venit!

Schulklasse in Schuluniformen in Bukarest

SPERANTA – Hoffnung

Seit vielen Jahren unterstützt unsere Gyula Trebitsch Schule Tonndorf Familien mit behinderten Kindern in Rumänien. Dazu wird in jedem Jahr der Erlös des traditionellen Weihnachtsbasars der Schule dem Verein SPERANTA gespendet. SPERANTA organisiert humanitäre Hilfe für arme Familien mit behinderten Kindern in Rumänien.

Aus den Erlösen des Weihnachtsbasars werden in Rumänien vor Ort zum Weihnachtsfest Nahrungsmittelpakete zusammengestellt, die dann von den Mitarbeitern vor Ort den bedürftigen Familien übergeben werden.

Auch die Sammlung der Vitamintabletten, die an unserer Schule in jedem Jahr durchgeführt wird, wird dem Verein SPERANTA für die behinderten Kinder in Rumänien übergeben.

Bukarest


„Atentie se inchid usile und rosii“ – „Achtung und die roten Türen schließen“, das war der Anfang … Zwei Schülerinnen der 10. Klassen hatten im letzten Schuljahr rumänische Austauschschülerinnen zu Besuch und waren jetzt zum Schüleraustausch in Bukarest.

Ein Erfahrungsbericht

Als wir ankamen war die Aufregung natürlich groß. Doch wir wurden sehr herzlich begrüßt und sowohl unsere Gastgeschwister als auch unsere Gasteltern kamen uns mit einer sehr freundlichen aber doch nicht zu aufdringlichen Fürsorge entgegen, sodass man sich gleich wie zu Hause fühlen konnte. Wie sich schnell heraus stellte, sollte dieser Austausch viele Unterschiede für uns bereit halten.  

Das erste mal merkwürdig wurde es schon bei den Essgewohnheiten. Die Rumänen servieren einem als warme Mahlzeit ein 3-Gänge Menü. Den Anfang machte dabei immer eine Suppe mit ein bisschen Brot. Dann kam der Hauptgang. Oft mit Kartoffel und Fleisch oder Fisch, wobei manche aus religiösen Gründen Mittwochs und Freitags vegetarisch essen. Danach isst man dann meistens noch Kuchen oder Früchte. Am Tisch waren es dann auch die ersten Begriffe die man aufschnappte und sich merkte: Tomate-rosi (Roschi ausgesprochen).

Auch beim Begrüßen oder Verabschieden bekam man immer mehr Redewendungen mit. Schon am selben Abend war dann natürlich auch die sehr kleine aber doch spürbare Zeitverschiebung ein Thema. Man wusste, dass am nächsten Morgen der erste Schultag sein würde, und dass wir früh aufstehen mussten, aber um zehn Uhr konnten wir auf keinen Fall schlafen gehen, da es bei uns ja erst neun Uhr war.

Der nächste Morgen zeigte die Folgen, als wir um halb sieben aufstehen mussten und es nach unserem Gefühl erst halb sechs war. Der Verkehr fiel schon früh morgens auf, da die Rumänen andauerd hupen oder Ampeln nicht beachten. Auch Zebrastreifen haben hier nicht die Wirkung wie wir es aus Deutschland gewohnt sind.

Den Schulweg bestritten wir entweder mit Bus oder Bahn. Im Untergrund ist es schrecklich heiß und Busse und Bahnen sind um diese Uhrzeit völlig überfüllt, weil auch die Rumänen dem eigenen Straßenverkehr gerne ausweichen. Das war in der Zeit sehr gewöhnungsbedürftig, weil die U-Bahnen und Busse bei uns eher kühl sind. Hier schnappte man dann täglich den Ausdruck: „Atentie se inchid usile“ auf, was soviel heißt wie „Achtung, die Türen schließen.“ Diesen Satz werden wir nie wieder vergessen.

In der Schule angekommen stellten unsere Austauschpartner uns vielen vor und einige kamen aus Neugier auch alleine auf uns zu. Die Lehrer hielten sich mit einer Begrüßung eher zurück, wobei hier Unterschiede zwischen den rumänischen und den deutschen Lehrern zu machen sind.

Der Unterrichtsverlauf zeigte, dass der Respekt der Schüler bei den meisten deutschen Lehrern merklich größer ist, als bei den rumänischen. Noch nie haben wir gesehen, dass Schüler im Unterricht essen, reden, oder gar mit ihren Handys herum spielen. Sie kamen größten Teils zu spät oder schwänzten hier und da eine Stunde. Nie hätten wir uns das getraut, denn da sind die deutschen Lehrer viel strenger. Wenn jedoch ein deutscher Lehrer den Klassenraum betrat, herrschte Ruhe und es wurde größten Teils anständig gearbeitet. Die anderen Schüler zeigten uns schnell, dass sie viel offener sind.

Zusätzlich wurde schnell deutlich, dass die Menschen hier grundlegend ersteinmal offen auf dich zugehen anstatt dir kritisch gegenüber zu treten. In Deutschland findet man öfter eher Letzteres vor.

Abschließend ist zu sagen, dass es eine wirklich tolle Erfahrung mit vielen neuen sozialen und kulturellen Eindrücken war. Es war spannend das alltägliche Leben mit zu bekommen und nicht einfach nur seine Ferien hier zu verbringen. Persönlich könnten wir es uns sogar vorstellen noch einmal wieder zu kommen, denn Bukarest ist einen Austausch wert.    

Temeswar


Rumänien, Temeswar – eine Woche voller neuer Eindrücke, kultureller Sehenswürdigkeiten und freundlicher Menschen.

Ein Erfahrungsbericht

Die Reise wurde von der Temeswar Arbeitsgemeinschaft Hamburg (TEMAH), die der Kirchengemeinde Meiendorf-Oldenfelde angegliedert ist, organisiert. Die Gyula-Trebitsch-Schule Tonndorf unterstützt die Arbeit von TEMAH schon seit langem. Unser Anliegen war es, den armen und hilfsbedürftigen Menschen auch in umliegenden Städten Temesvars mit unseren seit Wochen gesammelten Spenden zu helfen.

Unsere Eindrücke waren teils bedrückend, aber auch beeindruckend. Es war für uns eine Freude zu sehen, wie wir Menschen mit alltäglichen Dingen und kleinen Geschenken glücklich machen konnten. Um möglichst nah an den Menschen und der Kultur sein zu können, wurden wir die Woche über in Gastfamilien untergebracht. Wir hatten die Chance traditionelles Essen zu probieren und mit unseren Gastgeberinnen die Stadt kennenzulernen. In der privaten Lenau-Schule nahmen wir für einen Tag am Schulleben der Jungendlichen und Kinder Temesvars teil. Sie werden von der ersten Klasse an in der deutschen Sprache unterrichtet und beherrschen diese sehr gut. Außerdem haben wir die Hilfsgüter, die in Deutschland auf einen großen Lkw geladen wurden, wieder abgeladen. Sie wurden direkt an die Organisationen vor Ort übergeben.

In den weiteren Tagen haben wir Einrichtungen besucht, die behinderte Frauen und Kinder unterstützen. Die Kinder haben die Möglichkeit mit ihren Betreuern zusammen zu malen und zu spielen. Auch ein Spielplatz steht in einem Zentrum zur Verfügung. Teilweise können die Eltern so einige Tage alleine verbringen, um sich um nicht-behinderte Familienmitglieder zu kümmern, ohne sich um ihr Kind Sorgen machen zu müssen. Die Einrichtung für Frauen ist eine Wohngruppe für vier bis sechs Personen und ihre Betreuer. Sie haben die Chance ein (relativ) normales Leben zu führen. Auch Familien auf dem Land, insbesondere die Kinder, konnten wir mit Spenden unterstützen.

Da einige Klassen unserer Schule ein Patenkind haben, hatten wir die Möglichkeit unser ehemaliges Patenkind Nicolae für einige Zeit zu besuchen. Er wohnt mit seiner Oma und seinen zwei Schwestern zusammen in einer kleinen Wohnung. Der Vater arbeitet im Ausland, die Mutter ist schwer krank und kann sich nicht um die Kinder kümmern. Obwohl dies ein schweres Schicksal ist, haben alle drei die Chance auf eine bessere Zukunft. Sie gehen zur Schule, haben Freunde, Träume und Hobbys. Dies waren viele neue Erfahrungen für uns.

Natürlich hat die Stadt auch kulturell etwas zu bieten. Ihr Name leitet sich von dem Fluss Temesch ab, der quer durch die Stadt fließt. Museen und Denkmäler geben Hinweise darauf, wie es zur Zeit der Revolution in Temeswar ausgesehen hat. Bunte Blumen, Hecken und Springbrunnen zieren einen großen Platz mit Blick auf die Oper. In den kleinen Nebenstraßen laden Cafés zu einer Pause ein. Eine kleine Besonderheit ist, dass Temesvar die erste Stadt Europas mit elektrischer Straßenbeleuchtung war. Aber auch Shopping-Begeisterte kommen nicht zu kurz. Die Mall hat unglaublich viele Restaurants und Läden. Insgesamt war die Reise eine tolle und vor allem neue Erfahrung. Wir hoffen, dass viele weitere Schüler, die Interesse an sozialem Engagement haben, auch diese Reise antreten können, um hilfsbedürftigen Menschen eine Freude zu machen.

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