Aktivitäten

Wir sind Umweltschule!

14.06.2017

 

Nach der Rezertifizierung als Klimaschule im Dezember 2016 haben wir am gestrigen Dienstag, 13. Juni 2017, erneut das Siegel „Umweltschule in Europa“ erhalten. Damit sind wir für unser Engagement im Bereich Klima- und Umweltschutz und nachhaltiges Handeln im Umfeld Schule ausgezeichnet worden.

Für das Siegel „Umweltschule in Europa“ haben wir insbesondere zwei Handlungsfelder angeführt, auf denen die Gyula Trebitsch Schule Tonndorf aktuell sehr aktiv ist: Einerseits sorgen die Klimachecker unermüdlich dafür, dass die Schule wochenend- und ferienfest ist, indem sie Fenster schließen, Heizungen zurückdrehen oder Jalousien herunterlassen.

Andererseits hat die Schule eine Ziel- und Leistungsvereinbarung mit der Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) abgeschlossen, in der die noch umfassendere Verankerung von Umweltschutzthemen im Schulcurriculum festgelegt wurde. – Hinzu kommen weitere Maßnahmen, z.B. die Reduzierung von Verpackungsmüll, Umstellung auf Recyclingprodukte u.a.m.

Die Auszeichnungsveranstaltung fand im Biozentrum Klein Flottbek statt. Cordula Sembach, Umweltberatungslehrkraft am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI), führte kurzweilig durch den ersten Teil des Programms und stellte die Arbeitsschwerpunkte der einzelnen Schulen sehr wertschätzend vor.

Im Rahmen des Festaktes wurden wir von Prof. Dr. Julia Kehr, der Abteilungsleiterin für Molekulare Pflanzengenetik am Biozentrum, begrüßt. Anschließend sprachen Prof. Dr. Josef Keuffer, der Leiter des LI, und Thomas Bressau, Wettbewerbsreferent der BSB. Alle drei machten deutlich, wie wichtig es ist, sich im Bereich Klima- und Umweltschutz zu engagieren, weil es ein Thema ist, dass mehr als viele andere, globale Auswirkungen für alle Menschen hat. Insbesondere die letzten beiden Redner kritisierten daher auch aktuelle umweltpolitische Entwicklungen und dankten allen Anwesenden – und damit den ausgezeichneten Umweltschulen insgesamt – für ihre Tatkraft, verbunden mit der Hoffnung, dass das Engagement genau so intensiv fortgesetzt wird.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an Kevin Ahrens und Jefferson Asante, die mit mir an der Auszeichnungsveranstaltung als Stellvertreter der Klima-AG teilgenommen haben. Und insbesondere natürlich an Mariam Shabaz, die die schulischen Projekte initiiert und federführend auf den Weg gebracht und begleitet hat.  

Oliver Lerch

 

Edit: Es ist nicht die Art unserer Schule, sich auf Preisen auszuruhen. Daher geben wir hier vorab einen Text unserer Arbeitsgruppe Klima- und Umweltschutz wieder, der in der nächsten Ausgabe der Schulzeitung AllAbouT abgedruckt wird und Einblick in die Planungen zur Steigerung des Umweltschutzes an unserer Schule gibt.

„Die Tonne ist voll – alles Müll, oder was?“ - Umweltschutz an der Gyula Trebitsch Schule

Wir alle wissen, dass der ständig wachsende Müllberg ein großes Problem für unsere Umwelt ist. Schnell hat man ein Bild vor Augen von vermüllten Meeren und Stränden oder von Tieren, die sich in Plastiktüten verfangen oder an Plastikmüll ersticken. Aber wer denkt an die eigenen Plastiktüten, die sich zu Hause stapeln? Wer denkt an die gelben Säcke, die sich jede Woche füllen, weil man täglich Plastikverpackungen kauft, die entsorgt werden müssen? Wer denkt an die unzähligen Zahnpasta-Tuben, Getränkeverpackungen oder Tüten für Brote, Obst und andere Dinge, die wir selber benutzen, verbrauchen und dann wegwerfen?

Wir möchten unseren Blick auf die Umweltverschmutzung gerne schärfen und an unserer Schule den Umweltschutz mehr in den Mittelpunkt rücken. Was eine umweltfreundliche Schule ist, das fällt jedem nach kurzem Überlegen ganz gewiss ein. Eine umweltfreundliche Schule ist unter anderem ein Ort, in dem Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Hausmeisterei und das Schulsekretariat zusammen leben und lernen, wo sie sich gemeinsam bemühen, Abfälle so gut wie möglich zu vermeiden und dann, wenn Abfälle unvermeidlich sind, diese umweltgerecht zu entsorgen.

Daher möchten wir ab Klasse 5 Anregungen dafür geben, wie unsere Schule einen Beitrag zur Abfallvermeidung und Abfallentsorgung leisten kann.

Wie viel und was für Müll fällt bei uns an der Schule an? Wie gehen wir mit dem Müll um? Warum sollte man Müll trennen? Wie können wir Müll vermeiden? Und wohin mit dem Müll?

Wir sind der Meinung, dass ein bewusstes Konsumverhalten, ein sauberer Schulhof oder eine umweltverträgliche Schultasche nur dann gefördert werden kann, wenn den Schülerinnen und Schülern die ökologischen Zusammenhänge und der verantwortungsbewusste Umgang mit Müll im Unterricht aktiv vermittelt werden.

Anfangen wollen wir damit in den kommenden 5. Klassen. Dafür möchten wir während der Kennenlerntage zu Beginn des Schuljahres einen Projekttag zum Thema „unser Müll“ veranstalten, auf dem sich die Klassen mit Fragen zu einer umweltfreundlichen Schule beschäftigen werden. Eine weitere Idee ist ein Besuch bei einem Recyclinghof in der Nähe der Schule. Auf diesem kann man sehen, was mit dem Müll, den wir produzieren, weiter geschieht.

Auch in den folgenden Jahrgängen werden nach und nach Themen oder Projekte zum Thema Umweltschutz und Energieeinsparen im Unterricht aufgegriffen, damit wir alle in Zukunft weniger Müll produzieren, besser mit unserer Umwelt umgehen und energiesparender Leben. Denn Umweltschutz ist nicht nur ein Thema der großen Politik, sondern jeder einzelne Mensch kann jeden Tag einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Daniela Schön und Susanne Nickel (Arbeitsgruppe Klima- und Umweltschutz)

 

 

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